Freitag, 24. Juni 2011

Freigeld

Freigeld (auch umlaufgesichertes Geld oder Schwundgeld) ist ein System mit einer Gebühr auf gehaltenes Geld und ist ein Teilbereich der Freiwirtschaftslehre nach Silvio Gesell. Die beiden anderen Teilbereiche der Freiwirtschaftslehre neben Freigeld sind Freiland und Freihandel.
Im Freigeldsystem will der Freigeldbesitzer sein Freigeld möglichst schnell von der Last der Freigeldgebühr befreien. Die Staatliche Freigeldbank, gibt dem Freigeldbesitzer diese Möglichkeit, indem er es der Bank als Einlage gibt. Die Freigeldgebühr sorgt also dafür, dass das Geld dem Wirtschaftskreislauf nicht wie heutzutage entzogen wird, sondern - im Gegenteil - Geldbesitzer ihr Geld zinslos verleihen, um der Freigeldgebühr auf gehaltenes Geld zu entgehen. Den Wirtschaftsteilnehmern können somit zinsfreie Kredite gewährt werden.

Eine weitere, wesentlichere Folge: Das Geld fliesst schneller und ständig.
Es wird entweder als Kredit vergeben oder es wird mit ihm konsumiert und investiert um der Gebühr zu entgehen. Damit kommt das Geld seiner primären Funktion und obersten Aufgabe - der Tauschfunktion - auf effektivster Art und Weise nach.

Unter Freunden


Freitag, 17. Juni 2011

GEAB N°56 (Sonderausgabe Sommer 2011) ist angekommen!

Das französische Institut GlobalEurope Anticipation Bulletin mit einer weiteren Ausgabe ihres "lettre confidentielle de LEAP". Das GlobalEuropa Antizipations-Bulletin ist der vertrauliche Informationsbrief des europäischen Think-tanks LEAP/Europe 2020, veröffentlicht in Zusammenarbeit mit der niederländischen Stiftung GEFIRA. Im Rahmen seiner Arbeiten möchte LEAP/Europe 2020 den Lesern des GEABs aus europäischer Sicht antzipierende Analysen zur Geopolitik liefern, wie insbs. die Analyse und begleitende Kommentierung der weltweiten umfassenden Krise, die wiederum geprägt ist von den Fragen nach dem zukünftigen Wert des Dollars und der Stärke der US-Wirtschaft und den Auswirkung einer US-Wirtschafts- und Dollarkrise auf die internationale Wirtschaft und die globalen Finanzmärkte.


Mittwoch, 8. Juni 2011

Was ist Geld?

Geldguthaben und sonstige Vermögen sind bestimmt nicht das Wichtigste. Gesundheit, ein erfülltes und freudvolles Leben und das persönliche, geistige Wachstum sind sicherlich bedeutender. Dennoch ist ein solides Geldverständnis wichtig, da Geld heute in all seinen Funktionen in vielen Alltagshandlungen eine wesentliche Rolle spielt.

In ökonomischen Sinne ist Geld heutzutage etwas, das Geldfunktionen erfüllt. Daher sind grundsätzlich ganz verschiedene Dinge geeignet, als Geld zu fungieren, solange sie
  • als Tausch- bzw. Zahlungsmittel,
  • als Wertaufbewahrungsmittel und
  • als Recheneinheit bzw. Wertmaßstab
genutzt werden können.
In einigen Ländern wurden früher zum Beispiel Muscheln als Geld verwendet; gleiches gilt für Felle, Salze oder Perlen. Auch Nutzvieh konnte als Geld dienen - das lateinische Wort für Vieh lautet "pecus“, von dem sich "pecunia“ für Geld ableitet.
Über die längsten Phasen der Menschheitsgeschichte dienten also konkrete Gegenstände als Geld, wir sprechen daher von Warengeld. Insbesondere genossen und genießen edle und seltene Metalle - an erster Stelle Silber und Gold - wegen ihrer angenommenen Werthaltigkeit hohes Vertrauen.
(vgl. Rede des Bundesbankpräsidenten Dr. Jens Weidmann zur Geldgeschichte)

Dienstag, 7. Juni 2011

Zur Info: PetersDurchblick.com

Dieses Blog ist ab sofort auch unter der URL http://petersdurchblick.com zu erreichen. Alles bleibt, wie gehabt. Ältere Inhalte, dessen Links noch auf http://petersdurchblick.blogspot.com/... lauten, sind selbstverständlich auch weiterhin abrufbar.
Die URL petersdurchblick.com ist eine Ergänzung zur bisherigen Erreichbarkeit und soll den Nutzerkomfort erhöhen.

Bei Fragen oder Problemen bitte Mail an: info@petersdurchblick.com

Peters Durchblick auf dem Smartphone

Ab sofort gibt es eine Mobile-Version von Peters Durchblick. Wenn ihr mit eurem Smartphone dieses Blog aufruft, dann wird die Seite automatisch im passenden Format angezeigt. Die Darstellung ist auf das Wesentliche beschränkt und daher sehr übersichtlich. Das wechseln auf die Web-Version ist aber jederzeit möglich.

So sieht Peters Durchblick auf dem Smartphone aus:
http://www.petersdurchblick.com/?m=1


Für Kenner stelle ich noch den QR-Code zum einlesen ein.


Man verwendet den Code um eine Webadresse darin zu kodieren. Der QR-Code wird durch die Lese-Software von der Mobiltelefonkamera erfasst, die Lese-Software entschlüsselt den Code und leitet, falls es sich um eine gültige Webadresse handelt, direkt auf die entsprechende Webseite.



 

Mittwoch, 1. Juni 2011

Wird bei einem Börsencrash Geld verbrannt?

Gastbeitrag von Patrick Siebert


In den Medien sind ähnliche Aussagen immer wieder zu hören: "Durch den Aktiencrash wurde Geld vernichtet." Oder: "Bei einem Börsencrash wird Geld verbrannt."

Doch Aussagen wie diese sind entweder eine Lüge, sie beruhen auf Unwissenheit oder der Geldbegriff wird sehr weit gefasst.
Grundsätzlich kann man sagen, dass im Aktienhandel weder Geld geschaffen, noch vernichtet wird. Es wechselt nur seinen Eigentümer. Denn bei jedem Kaufakt steht ein Verkaufsakt auf der anderen Seite gegenüber. Geld gegen Aktien, Aktien gegen Geld. Da ist kein Feuer dazwischen, in dem Geld verbrennen könnte.
Obige Aussagen können jedoch unter gewissen Umständen wahr sein. Es kommt stark darauf an, wie man "Geld" definiert.